Naturpapiere schöpfen leicht gemacht

Wunderbare Naturpapiere selber zu herzustellen ist eine alte Technik und in der heutigen Zeit ein neu entdecktes DIY-Projekt. Die Herstellung ist ganz einfach und man benötigt oftmals nur wenige Materialien von denen Du vielleicht schon etwas Zuhause hast. Hier zeigen wir Dir, welche Zutaten Du benötigst und wie Du das Papier optisch aber auch mit allen Sinnen veredeln kannst.

Naturpapiere schöpfen – Eine uralte Kunst

Die alten Chinesen kannten schon im Jahr 105 nach Christus die Kunst des Papierschöpfens. Überlieferungen zufolge waren sie die ersten, die aus Seidenresten Papierrohstoff entwickelten. Das Geheimnis der Herstellung wunderbarer Naturpapiere hielten sie über fünf Jahrhunderte streng geheim. Sie verfeinerten es jedoch in dieser Zeit und verwendeten nicht nur Seidenreste, sondern auch Pflanzenfasern, Baumrinde und alte Fischernetze.

Handgeschöpfte Naturpapiere — immer einzigartig immer individuell

Step 1:
Zerreiße die Zellstoffplatten, Servietten, Eierpappen u.ä. in kleine Stücke und vermische sie im heißem Wasser. Sobald daraus eine breiige Konsistenz entstanden ist, kannst Du die Mischung ein paar Stunden aufquellen lassen. Zerkleinere die Masse anschließend mit einem Mixer bis sie die Konsistenz von einem Rührteig erreicht hat. Jetzt ist Deine Pulpe fertig.

Step 2:
Nun benötigst Du einen Schöpfrahmen und eine Wanne, welche etwas größer als der Rahmen sein sollte. Befülle die Wanne bis zur Hälfte mit lauwarmen Wasser und gebe löffelweise etwas von der Pulpe hinzu. Je mehr Pulpe Du in die Wanne gibst, je dicker wird anschließend das Papier.
Verrühre die Pulpe nun mit dem Wasser und tauche den Schöpfrahmen schräg in das Wasserbad. Richte den Rahmen waagerecht aus und hebe ihn vorsichtig wieder aus dem Wasser heraus. Lass die Pulpe nun für ca. fünf Minuten abtropfen.

Selbst geschöpfte Naturpapiere mit Zugaben veredeln

Step 3:
Es gibt viele Möglichkeiten selbst geschöpfte Naturpapiere zu veredeln. Ist die Masse im Schöpfrahmen grob abgetropft, kannst Du beispielsweise getrocknete Blüten, Samen oder Rosenblätter darauf verteilen und etwas einwalzen. Auch Blattgold bietet sich zum Verzieren hervorragend an. Dazu eignet sich am besten ein Acrylstab oder eine kleine Teigrolle. Wer die Naturpapiere mit allen Sinnen genießen möchte kann sogar noch Duftöle in kleinen Mengen beigeben. Diese werden vorzugsweise in das Schöpfwasser geträufelt.

Das Gautschen

Step 4:
Lege Deine Arbeitsfläche mit einer wasserdichten Unterlage aus. Darüber kommt ein Frottee-Handtuch. Lege ein kleines Handtuch auf den Papierbrei im Schöpfrahmen. Kippe den Rahmen nun auf die vorbereitete Arbeitsfläche und klopfe leicht darauf bis sich der Brei löst. Lege ein weiteres gut saugfähiges Handtuch auf den Papierbrei, sodass dieser zwischen zwei Tüchern liegt.

Mit einem Acrylstab oder einer kleinen Teigrolle wird das Wasser aus dem Brei ausgerollt. Diesen Arbeitsschritt nennt man „Gautschen“. Das obere Handtuch sollte dabei immer wieder ausgewrungen oder durch ein trockenes Tuch ersetzt werden. Gautsche so lange bis das Papier fast trocken ist und klammere es anschließend zum weiteren Trocknen an eine Wäscheleine.

Handgeschöpfte Naturpapiere lassen sich wunderbar für die Kartengestaltung, als Lesezeichen, zur Geschenkverpackung, für Dekorationszwecke uvm. verwenden. Auch kleine Dekoanhänger für Zweige sind beliebte Accessoires und schnell gemacht. 

Weitere Verzierung mittels Schablonen

Falls Du Deine durchgetrockneten Naturpapiere noch individueller verzieren möchtest, bieten sich dafür Schablonen und Acrylfarben an. Such Dir aus unserem großen Sortiment die passende Schablone aus und lege sie auf das Papier. Damit die Farbe durch die leicht unebene Oberfläche nicht unter die Schablone laufen kann, ist es hilfreich, die Rückseite der Schablone mit einem transparenten Haftspray einzusprühen.

Tauche nun einen Stupfpinsel in die Farbe und stupfe danach auf Papier, Pappe oder Ähnlichem solange, bis nur noch wenig Farbe auf dem Pinsel ist. Die Farbe wird anschließend vorsichtig auf das Motiv getupft. Nach dem ersten Durchgang kann es sein, dass der Farbauftrag noch nicht intensiv genug ist. Dann die Farbe kurz antrocknen lassen und erneut mit dem Tupfen beginnen.

Naturpapiere lassen sich mit Zugabe von Naturprodukten wie Kaffee, Tee, Kräuter und frischen Rosenblättern wunderbar einfärben und verströmen dabei sogar noch für eine Weile einen ganz dezenten Duft. Diese Eigenschaft kommt besonders gut an, wenn Du das Papier für Geschenkverpackungen oder Geschenkanhänger verwenden möchtest.

Folgende Materialien werden für das Schöpfen von Naturpapier benötigt

Natürlich bieten sich neben den Grundmaterialien weitere Zusatzprodukte an. Möchtest Du beispielsweise ein Notizbuch, wie hier auf dem Foto zu sehen ist, anfertigen so eignet sich ein Lederband mit einer Holzkugel stilecht als Verschluss. Probiere einfach aus was Dir am besten gefällt, Du wirst schnell merken, wie die idden zu dieser technik ganz von alleine kommen.

  • Topf, Kunststoffwanne, Löffel und Wasser
  • Handtücher
  • Acrylrolle oder Teilrolle

Und nun wünsche ich ganz viel Spaß und Freude beim Schöpfen von Naturpapieren

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